A44-Lückenschluss: Wichtiger Schritt für unsere Region – und ein Erfolg gemeinsamer politischer Arbeit

Nach dem Lückenschluss geht es hier geradeaus Richtung Düsseldorf!

Mit der Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, die Finanzierung für den Lückenschluss der A44 zwischen Heiligenhaus und Ratingen-Ost endgültig freizugeben, kann ein Infrastrukturprojekt nun endlich beendet werden, das die Region seit Jahrzehnten beschäftigt. Die noch fehlenden rund 4,4 Kilometer werden nun gebaut. Für Velbert und die umliegenden Städte bedeutet das eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation – und eine spürbare Entlastung für viele Menschen, die bislang täglich unter überfüllten Ortsdurchfahrten leiden.

Warum der Lückenschluss jetzt sinnvoll ist

Als Grüne schauen wir auf große Verkehrsprojekte grundsätzlich kritisch und setzen klare Prioritäten bei klimafreundlicher Mobilität. In diesem Fall sprechen jedoch besondere Umstände dafür, das begonnene Projekt endlich fertigzustellen. Die unvollständige Autobahnführung hat seit Jahren dafür gesorgt, dass sich der Verkehr über die Meiersberger Straße und durch Ratingen-Homberg staut. Das beeinträchtigt Lebensqualität, belastet Anwohnerinnen und Anwohner und erschwert den Alltag vieler Pendler.

Mit dem nun möglichen Lückenschluss werden überlastete Ortslagen spürbar beruhigt. Der Wirtschafts- und Lieferverkehr muss nicht länger durch Ortschaften fahren, und die Region wird besser an die Rheinschiene angebunden. Staus, Umwege und unnötige Emissionen können künftig deutlich reduziert werden. Auch zahlreiche Nachbarkommunen hatten sich daher seit Langem für eine Fertigstellung ausgesprochen.

Ein gemeinsamer kommunaler Erfolg

Nach Abschluss der Planungen und der anhängigen Gerichtsverfahren im Jahr 2024 ist die Freigabe der Mittel das Ergebnis vieler Gespräche und Abstimmungen auf allen politischen Ebenen – von den Kommunen über Kreis und Land bis zum Bund. Unterstützung kam parteiübergreifend aus den Kommunalparlamenten, dem Kreis und aus den beteiligten Städten – auch von den Grünen in Ratingen und Heiligenhaus. Die grüne Landtagsabgeordnete Ina Besche-Krastl sprach von einem „überfälligen Abschluss einer jahrzehntelangen Odyssee“. Auch im Kreis Mettmann wurde die beharrliche gemeinsame Arbeit als entscheidend gesehen. Viele politische Kräfte, darunter CDU und SPD, hatten sich intensiv für Klarheit eingesetzt.

Für uns bleibt festzuhalten: Hier wurde parteiübergreifend kooperativ und lösungsorientiert gearbeitet. Nicht mit großen öffentlichen Ankündigungen, sondern mit direktem Austausch und pragmatischer Abstimmung.

Was bedeutet das für Velbert?

Velbert profitiert insbesondere durch eine bessere regionale Anbindung – für Unternehmen ebenso wie für viele Pendlerinnen und Pendler Richtung Düsseldorf. Gleichzeitig muss aus unserer Sicht gewährleistet sein, dass der Fortschritt im Straßenbau Hand in Hand mit moderner, klimafreundlicher Mobilität geht. Neben der Autobahn brauchen wir ein leistungsfähiges Angebot für Menschen, die auf Bus und Bahn angewiesen sind oder bewusst darauf umsteigen wollen.

Wichtig wird daher, dass zügig an der geplanten Schnellbusverbindung zwischen Velbert und Düsseldorf weitergearbeitet wird, dass der bestehende ÖPNV verlässlicher und besser verknüpft wird und dass Pendlerinnen und Pendler echte Alternativen zum Auto erhalten. Verkehrspolitik lebt heute nicht vom „Entweder-oder“, sondern von einem Zusammenspiel sinnvoller Lösungen.

Wie geht es jetzt weiter?

Nachdem der Bund grünes Licht gegeben hat, kommt es auf eine zügige Umsetzung durch die zuständige Autobahngesellschaft und eine klare Kommunikation der nächsten Schritte an. Dazu gehören ein schneller Baustart, transparente Informationen zu Ablauf und Zeitplan und eine enge Abstimmung mit den betroffenen Kommunen, damit die Bauphase so verträglich wie möglich gestaltet wird.

Wir werden die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten und uns dafür einsetzen, dass Velbert und die gesamte Region bestmöglich von der Fertigstellung profitieren.