Grün statt Beton: Baumpflanzungen auf Moltke- und Hohenzollernplatz

Steine statt Bäume – pralle Sonne statt Schatten auf dem Moltkeplatz!

Trotz der aufwendigen Umgestaltung des Moltkeplates und des Platzes an der Hohenzollernstraße weisen beide Plätze nur eine geringe Aufenthaltsqualität auf. Beide Plätze werden von den Bürgern*innen nicht als Aufenthaltsbereiche genutzt. Durch die Verkehrsfreiheit wären diese Plätze aber sehr gut für die Allgemeinheit nutzbar und würden einen hohen Mehrwert bieten. Besonders in den Sommermonaten ist ein Aufenthalt hier tagsüber jedoch kaum möglich, da es so gut wie keine natürliche Verschattung durch Bäume oder andere hohe/größere Pflanzen gibt. Somit ist man der prallen Sonne ausgesetzt. Dadurch erhitzen sich auch die Bodenbeläge und erwärmen das Stadtklima tags- und nachts zusätzlich, statt für Abkühlung zu sorgen.

Auch auf dem Platz an der Hohenzollernstraße gibt es nur vormittags Schatten – wenn den keiner braucht!

Weiterhin können größere Niederschlagsmengen auf den weitgehend versiegelten Flächen nicht versickern, was besonders bei Starkregen zusätzlich die Kanalisation belastet, statt Entlastung zu schaffen (sog. Klimafolgenanpassung). Die Folgen von Starkregengüssen, die nicht ausreichend schnell abfließen können, sind zuletzt in Wuppertal sehr deutlich geworden. Bereits wenige mittig platzierte Bäume würden die oben beschriebenen Probleme erheblich mildern, eine deutliche Aufwertung der Aufenthaltsqualität bewirken und das Stadtbild nachhaltig positiv prägen. Auch im Sinne der Klimafolgenanpassung würden bereits einen punktuelle Entsiegelungen einen positiven Beitrag leisten.

Die fehlenden Bepflanzungen mit Bäumen wurde bislang damit begründet, dass bei geplanten Veranstaltungen eine Nutzung nicht mehr problemlos möglich sei. Diese Argumente greifen jedoch nicht. Erstens findet beispielsweise auf dem Moltkeplatz bislang maximal eine Veranstaltung pro Jahr statt (bspw. ein zweitägiges Stadtteilfest). Zweites waren bislang so wenige „Buden“ oder Verkaufswagen bei den Festen auf dem Platz, dass auch durch die vorgeschlagene Bepflanzung keinerlei Einschränkungen entstehen würden.

Um dieses zu erreichen, werden wir in der nächsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses (kurz: UPA) am 20. September 2018 und des Verwaltungsrats der Technischen Betriebe AöR (TBV) am 27. September 2018 einen entsprechenden Antrag stellen. Wir sind mal gespannt, ob es uns gelingt, dieses Vorhaben auch umzusetzen.

Hier gibt es alle unsere Anträge!

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld