Mehr Lebensqualität in unsere Städte – Grüne Ideen für ein zukunftsfähiges Velbert

Gemeinsam etwas in und für Velbert bewegen: Der Grüne Stammtisch gab wieder viele Impulse!

Bei schönstem Sommerwetter lag ein Thema auf der Hand: Die fehlenden Radwege in Velbert! Die knapp 20 an grüner Politik Interessierten erweiterten das Thema des Abends kurzerhand um die Frage, wie man überhaupt von und nach Langenberg mit dem Fahrrad gelangt – und schon war die Diskussion in vollem Gange!

Alle waren sich einig, dass der Panoramaradweg sowie die immer populärer werdenden E-Bikes schon vielen Velbertern in die Pedale geholfen haben – eine phantastische Entwicklung ganz im Sinne der Grünen, weil es nur Gewinner gibt: Die Menschen haben mehr Lebensqualität nicht nur durch zusätzliche Bewegung, und das Klima gewinnt durch etliche kg CO2-Einsparungen.

Allerdings hat Velbert noch einen langen Weg vor sich bis zu einer fahrradfreundlichen Kommune, denn es hapert an allen Ecken und Enden: Kaum verlässt man den Panoramaradweg, steht man unversehens in direkter Konkurrenz mit weitaus größeren, lauteren und dreckigeren Verkehrsteilnehmern, und muss sehr aufpassen, nicht übersehen zu werden.

Es gibt etwa keinen Radweg von Neviges nach Langenberg, von Langenberg nach Nierenhof oder von Velbert Mitte nach Essen, auch die Strecke zum Baldeneysee ist höchst gefährlich und reduziert das Radvergnügen erheblich. Innerstädtisch sieht es nicht besser aus, Radler konkurrieren mit Autos und LKWs um schmale Asphaltstreifen, es fehlen sichere Abstellmöglichkeiten allerorten, und vieles mehr.

All diese Punkte möchten die Grünen in einer Arbeitsgemeinschaft „Radeln in Velbert“ aufgreifen und das touristische Potential Velberts erweitern um attraktive Rad-Strecken quer durch die wunderbare Landschaft ringsum.

Wer Spaß und Interesse hat, mitzugestalten, informiere sich regelmäßig auf der Seite www.gruene-velbert.de oder schreibe an info@gruene-velbert.de , um Informationen aus erster Hand zu erhalten,wann und wo wir uns wieder treffen!

Im weiteren Verlauf des Abends kamen auch konkrete Vorschläge für Langenberg, gegen Leerstände in Lokalen, für ein sozialeres Miteinander und vieles mehr. Wir freuen uns über soviel Gestaltungswillen und werden die Anregungen weiter sammeln und gemeinsam mit allen ausbauen!

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1 Kommentar

  1. Frömmchen

    Euer Artikel spricht mir aus dem Herzen. Ich fahre jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit, außer ich habe Urlaub oder es schneit. Mein Weg führt mich von Velbert-Mitte in das Röbbeck-Industriegebiet über die Bahnhofstr. – Siemensstr. Der Bahnhofstrassen-Teil ist noch OK. Hier teil man sich, optisch getrennt (rote Fahrbahn = Fahrradweg), den Bürgersteig mit den Fußgängern (sind nicht so viele, alles gut). Jetzt wird’s gefährlich: Man wird vom Fahrradweg in den Kreisverkehr gezwungen, wo sich viele andere Verkehrsteilnehmer tummeln (PKW, LKW, Krad usw.). Da die Strecke abschüssig ist, kommt man selbst als Fahrradfahrer leicht auf eine beachtliche Geschwindigkeit. Die KFZ´s die vom Autobahnzubringer kommen, noch ans zügige Fahren gewöhnt, unterschätzen häufig die von der Bahnhofstrasse kommenden Fahrzeuge. Sollte nix passiert sein, geht es weiter auf dem Fahrradweg nach dem Kreisverkehr. Nach ein paar Metern stößt man oft auf eine Traube potenzialer VRR-Kunden, die an der Haltstelle vor Fa. Ötzbach auf ihren Bus warten. Natürlich auf dem Fuß- und Fahrradweg. Ich mache den meisten Fußgängern gar keinen Vorwurf (bis auf ein paar Ausnahmen), die Stelle an der Haltestelle ist sehr eng. Sollte es auf beiden Seiten, Wartende vs. Fahrradfahrer, keine Verluste gegeben haben wird´s wieder entspannt. Damm runter und wieder rauf, bis zur Einfahrt der Fa. Nissen, da endet der Fahrradweg. Warum eigentlich ?? Egal, schnell auf die Straße wenn kein KFZ kommt. Würde gut klappen, wenn die meisten KFZ-Fahrer sich an die Höchstgeschwindigkeit und an den Sicherheitsabstand halten würden (mindestens eines von beiden passt meistens nicht). Geschafft bin auf der Straße und die viele KFZ-Fahrer halten auch für meine Begriffe ausreichenden Abstand (bin nicht so ängstlich).Liegt wohl an der wohlwollend bemessenen Abbiegerspur. Ich denk noch da biegen doch gar nicht so viele Fahrzeuge ab, hätte man auch den Fahrradweg durchziehen können. Ach was weiß ich schon und weiter geht´s. Über die Kreuzung Borsigstrasse. Wehmütig denke ich an die Zeit, als einer von beiden Fußwegen auf diesem Stück Siemensstrasse noch ein Fahrradweg war. Ein Aushängeschild von Fahrradweg! Gut ausgebaut räumlich getrennt von dem Fußweg konnte man die Allee mit dem Fahrrad genießen. Besonders im Frühjahr, wenn die Bäume in blühte standen. *Seufz* jetzt gibt es zwei Fußwege und null Fahrradwege. Naja zur Kreuzung Haber- / Industriestraße wäre es sowieso wieder ungemütlich geworden, weil man unbedingt Altglascontainer mit der Einwurfseite zum Fahrradweg stellen musste. Verdeutlicht heißt das: Menschen die mit ihrem KFZ auf der Straße vor den Altglascontainern halten (dazwischen der Fahrradweg) und ihr Altglas vom Fahrradweg aus in den Container werfen. Manchmal klappt es mit der Zielgenauigkeit nicht so, ups, ach die Scherben macht schon jemand weg. Da hat sich wohl jemand gedacht, bevor sich ein Fahrrad einen Platten holt oder weh tut, schicken wir ihn lieber von Anfang an auf die Straße, das ist sicherer. Ich packe mein Sarkasmus Schild wieder ein und weiter geht´s wieder einen Berg hinunter. Was ist das ? Nach der Kreuzung Haber- / Industriestraße wird mir angedeutet dass der Fahrradweg (rote Fläche) wieder beginnt und sich nach ein paar Metern in einem Fußweg verliert (keine rote Fläche mehr). Als ich das erste Mal dort hergefahren bin, ich weiß es wie Gestern, keimten mehrere Fragen auf einmal in mir auf.
    Wo soll ich her fahren…
    … auf der Straße: Die KFZ´s fahren recht schnell in eine rechts Kurve ein, sieht man mich rechtzeitig?
    … auf den Fahrradweg der nach ca. fünf Metern endet und mir andeutet auf dem Fußweg weiter zufahren. Meine Sorge dabei, gelten den mit Autos bzw. den Insassen die vom gefüllten Parkstreifen auf den Fußweg treten bzw. (Beifahrer) die Tür aufreißen und mich ungewollt über den Lenker absteigen lassen. Auch hier mache ich den Autoinsassen keinen alleinigen Vorwurf. Der Fahrradweg ist nicht gekennzeichnet (keine rote Fläche), man denkt es wäre ein gewöhnlicher Fußweg.
    … auf den ungekennzeichneten Fahrrad- / Fußweg, absteigen und schieben ?! Hoch motivierend für Fahrradfahrer, kann ich ja gleich mit dem Auto zur Arbeit fahren.
    In den Jahren habe ich alle Varianten ausprobiert, alle schei[pieps]!
    Zu guter Letzt steuere ich auf den nächsten Kreisverkehr zu, der vor ein paar Monaten ein Bushaltestellenschild geschenkt bekommen hat.
    Konsequenz: Der Bus verstopft den Zugang zum Kreisverkehr, die anderen Verkehrsteilnehmer müssen warten. Diese Zwangssituation ist notwendig, sonst hätte es wahrscheinlich schon Tote gegeben, denn die ehemaligen VRR-Kunden strömen aus dem Bus auf den Fußweg, Fahrradweg und über die Straße. Nur mein Selbsterhaltungstrieb lässt mich mit den anderen Fahrzeugen hinter dem Bus warten.

    Ich fahre auch in meiner Freizeit Fahrrad. Darum finde ich die Initiative Langenberg / Neviges / Velbert-Mitte und den Baldeneysee mit einem Fahrradweg oder einer Trasse zu verbinden gut.
    Wichtiger jedoch, ist aus meiner Sicht, die Zentren (Velbert / Langenberg / Neviges) mit den jeweiligen Arbeitsstädten / Industriegebieten zu verbinden. Damit noch mehr Mitbürger motiviert sind, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Daraus resultiert eine besser CO² Bilanz und pro gewonnen Umsteiger auf´s Fahrrad, mehr Sicherheit für Fahrradfahrer.

    Gruß
    Frömmchen

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