Wie der Herr, so das Gescherr: Rassisten aus AfD und Pegida werden wohl kooperieren

Dass die rassistische, fremden- und menschenfeindliche Wutbürger-Pegida der oftmals gleichgesinnten rechtsnazional-konservativen AfD besonders nah steht, ist längst kein Geheimnis. Dennoch verhindert bislang ein Parteibeschluss, dass AfD-Mitglieder bei Veranstaltungen des Pegida-Mobs offiziell auftreten und umgekehrt. Dieses Auftrittsverbot wurde jedoch längst nicht mehr eingehalten. Nun entschied am 4. März 2018 der AfD-Bundeskonvent, dieses Kooperationsverbot aufzuheben. Was also bevorsteht, ist nichts weniger als der offizielle gemeinsame Kampf der außerparlamentarischen (Sturm-)Abteilung Attacke und deren pseudodemokratischen Parlamentsvertretung. Man braucht nur wenige historische Kenntnisse, um sich an dunkle Zeiten erinnert zu fühlen.

n-tv hat sich die Mühe gemacht, die Pegida-Bewegung mit Zitaten prominenter Pegida-Vertreter und –Redner vorzustellen. Entlarvende Zitate, die in vielerlei Hinsicht für sich sprechen.

„Kollaborateure einer totalitären Ideologie, die die Macht erringen, die Scharia aufzwingen und alle Menschen unterwerfen will, auch unter Anwendung von Gewalt und Töten“
Der rechte Aktivist Michael Stürzenberger während seiner Pegida-Rede am 28. Oktober 2017 über Bundestagsabgeordnete, die verhindern wollten, dass der AfD-Politiker Albrecht Glaser zum Bundestags-Vizepräsidenten gewählt wird.

„Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk soweit abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn es gefälligst nicht pariert. Es gäbe natürlich andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider außer Betrieb.“
Buchautor Akif Pirincci in seiner Rede bei Pegida am 19. Oktober 2015

„Die von der Antifa, die sind ja meistens so dreckig, da trauen sich nicht mal die Neger drüber.“
Der bayerische Pegida Aktivist Heinz Meyer in seiner Rede bei einer Abendveranstaltung in Augsburg Mitte September 2017 in Anspielung darauf, dass „linke Studentinnen“ und „Bahnhofsklatscherinnen“ mit einem speziellen Abzeichen signalisieren sollten, dass sie gerne vergewaltigt würden.

„Um es drastisch auszudrücken, gibt’s in der Türkei die Todesstrafe? Wenn ja, wäre die Hinrichtung von Schmierfink Deniz mal wieder ein guter Grund hinzufahren!“
Pegida-Frontmann Lutz Bachmann bei Facebook über den Journalisten Deniz Yücel, am 1. März 2017

„Und du glaubst der Presse, wenn sie um Mitleid für das Gelumpe heuchelt? Solltest mal mit den Leuten reden, die es jeden Tag sehen, weil sie auf dem Sozialamt arbeiten, wie sich dieses Dreckspack benimmt. (…) Anstatt zwei Sicherheitsleuten, hat das Sozialamt sieben, um die Mitarbeiter vor dem Viehzeug zu schützen. Es gibt keine echten Kriegsflüchtlinge.“
Lutz Bachmann bei Facebook über Asylbewerber, am 19. September 2014

„Muslimischen Frauen ist es unter Strafe verboten, sich mit Nicht-Muslimen fortzupflanzen, während muslimische Männer gehalten sind, die Frauen fremder Kulturen und Glaubensrichtungen zu schwängern. Das geschieht frei nach dem Motto: Und bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt.“
Renate Sandvoß über Muslime in ihrer Rede bei Pegida am 28. Oktober 2017

„Geht auch zu den kleinen Veranstaltungen. Geht auch zu den Bürgerstammtischen, auch ohne Massenmedien. Machen wir uns nichts vor: Wenn es wirklich zum Umbruch kommen sollte, werden als Erstes diese ganzen schicken Sachen wie Smartphones oder Telefone abgeschaltet.“
Lutz Bachmann, in seiner Rede bei Pegida am 28. Oktober 2017

„Die AfD ist der Schild, und Pegida ist das scharfe Schwert.“
Jürgen Elsässer, Herausgeber des „Compact-Magazin“, in seiner Rede bei Pegida am 28. Oktober 2017

„Der Terror der schwulen, lesbischen, queeren sexuellen Minderheit – willkommen in der Freiluftpsychiatrie Deutschland!“
Pegida-Rednerin Tatjana Festerling über sexuelle Selbstbestimmung am 23. März 2015

„Verpiss dich, du Judenschwein, sonst machen wir dich platt“
Namentlich nicht genannter Ordner von Pegida zu einem Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Dezember 2014

„Der Islam gehört auf die Müllhalde der Geschichte“
Heinz Meyer in seiner Rede bei einer Kundgebung von Pegida in München am 23. Juni 2017

Quelle: www.n-tv.de

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