US-Bundesbehörden: Die globale Erwärmung ist da und sie ist von Menschen verursacht!

US-Behörden bestätigen: Der Klimawandel ist Realität! Was Trump wohl dazu twittert? (Foto-Rabe – pixabay.comindustry-6)

Rechtzeitig vor dem Klimagipfel in Bonn veröffentlichte die US-Regierung am 3. November 2017 den „Sonderbericht Klimawissenschaften“ („Climate Science Special Report“). Auf fast 500 Seiten stellen dreizehn US-Bundesbehörden die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel zusammen und bewerten sie bezüglich ihrer Bedeutung für die USA. Und dieser Bericht hat es in sich. Bereits auf den ersten beiden Seiten der Zusammenfassung („Executive Summary“) formulieren die Wissenschaftler die Fakten in einer Klarheit, die jedem Mitglied oder Anhänger der Trump-Regierung, aber auch den hiesigen Klimawandel-Leugnern (AfD, Berliner Kreis der CDU) die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste.

So wird direkt am Anfang festgestellt, dass die globalen Durchschnittstemperaturen seit 1901 um 1° Celsius gestiegen sind und dass dieser Zeitraum der wärmste in der Geschichte der menschlichen Zivilisation ist. Dann folgt – aus US-amerikanischer Sicht – ein echter „Hammer“, denn die Wissenschaftler*innen erklären, dass „diese Untersuchung den Schluss zieht, dass es extrem wahrscheinlich ist, dass menschliche Tätigkeiten, insbesondere die Freisetzung von Treibhausgasen, die Hauptursache für die seit Mitte des 20. Jahrhunderts beobachteten Erwärmungen sind„. Außerdem kommen sie zu dem Ergebnis, dass es für die Erwärmung während des gesamten 20. Jahrhunderts keine überzeugende alternative Erklärung gibt.

Den hohen wissenschaftlichen Standard ihrer Arbeit belegen die Autor*innen auch noch durch eine genaue Angabe, was sie meinen, wenn sie von „extremer Wahrscheinlichkeit“ sprechen: die Wahrscheinlichkeit beträgt mindestens 95%. Weitere der 13 „Highlights“ der Zusammenfassung beschäftigen sich mit spezifischen Auswirkungen auf die USA.

Zwei weitere „Highlights“ von besonderer Bedeutung werden im Folgenden übersetzt:

Ergänzend zu der festgestellten Erwärmung ändern sich auch zahlreiche andere Aspekte des weltweiten Klimas – ebenfalls als Folge menschlicher Aktivitäten. Tausende von Studien, die weltweit von Wissenschaftler*innen durchgeführt wurden, belegen Veränderungen in Oberflächen-, Atmosphären und Meerestemperaturen, schmelzende Gletscher, Abnahme der Schneebedeckung und des Meereises, steigende Meeresspiegel, die Versauerung der Weltmeere und eine Zunahme von Wasserdampf in der Atmosphäre.“

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre hat den Wert von 400 Teilen pro eine Million Teile („parts per million“, ppm) überschritten. Ein solcher Wert trat zuletzt vor rund 3 Millionen Jahren auf – also lange bevor es überhaupt Menschen gab. Zu jener Zeit waren sowohl die globalen Temperaturen als auch die Meeresspiegel deutlich höher als heute. Eine weitere Zunahme der CO2-Emissionen würde zu einer atmosphärischen Konzentration dieses Gases führen, die es seit hunderten von Millionen Jahren nicht gegeben hat. Es besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens, dass mit zunehmender Erwärmung des Klimasystems unseres Planeten das Risiko unvorhersehbarer Veränderungen steigt. Einige dieser Veränderungen könnten groß und unumkehrbar sein.“

Ein weiterer Beleg für die hohe Qualität dieses Berichtes beurteilen zu können, ist die Tatsache, dass die Autor*innen den Entwurf durch ein Kommittee der US-amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften überprüfen ließen. Das Ergebnis dieser unabhängigen Prüfung wurde Anfang des Jahres 2017 veröffentlicht.

In der Zusammenfassung des Prüfberichts heißt es:

Das Kommittee lobt die Autoren dafür, dass sie einen beeindruckenden, zeitgemäßen und insgesamt gut-geschriebenen Berichtsentwurf erstellt haben, und es war beeindruckt von der fachlichen Breite, Korrektheit und Genauigkeit des Entwurfs.“

Jede*r, der schon einmal für eine Abschlussarbeit eine Bewertung bekommen hat, weiß, dass dies einer „Eins Plus mit Sternchen“ entspricht!

Der “ Sonderbericht Klimawissenschaften“ ist der erste von zwei Bänden des „Vierten Nationalen Klimaberichts“ (Fourth National Climate Assessment) der aufgrund eines Gesetzes (Global Change Research Act) aus dem Jahr 1990 (also unter der Präsidentschaft des Republikaners George Bush Sr.) erstellt wurde.

Wer diese Texte selbst lesen möchte, findet sie (noch) unter den folgenden Adressen:

Überhaupt bietet die Website http://www.globalchange.gov vielfältige und interessante Informationen – zumindest solange die Trump-Regierung sie nicht – wie viele andere Daten zum Klimawandel – vom Netz nimmt …

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