Leserbrief: Kahlschlag statt Pflege – Straßen NRW räumt einfach alles ab!

Kahlschlag durch Straßen NRW Am Kalksteinbruch (Foto: Bündnis90/Die Grünen)

Karen Schemken, Parteigeschäftsführerin von Bündnis90/Die Grünen, bringt in einem Leserbrief an die Velberter WAZ-Redaktion zum Ausdruck, was sich wohl viele Velberter denken: Darf Straßen NRW eigentlich alles einfach so abholzen? Schon seit Monaten bleibt kein Baum mehr stehen, wo Straßen NRW mit seinem Maschinenpark anrückt. Entlang der Velberter Autobahnen und Zu- bzw. Abfahrten wird alles gefällt, was nicht bei „Drei auf den Bäumen ist“ – im wahrsten Sinne des Wortes!

Gute Morgen, liebe Redaktion,

anbei zwei Fotos vom Kahlschlag, den Straßen NRW gerade an den Autobahnen, die den Langenhorst queren, durchführt…

Alles natürlich nur zur Sicherung des „Verkehrswohls“, aber dass damit die Lebensqualität der Anwohner schlechter wird, weil eine wirklich große Menge wichtiger Lärm- und Dreckfilter fehlen, ist nicht so wichtig. „Traffic first“ ist die Devise. Dabei sind das keine alten schwachen Bäume, aber die Diskussion wird man als Laie wohl immer verlieren.

Ich bin sehr wütend, dass die einfach machen können, was sie wollen, weil die Stadt nicht zuständig ist, obwohl es die Städter so unmittelbar betrifft! Ganz offensichtlich ist es wirtschaftlicher, mal eben einen Kahlschlag zu machen als bestandsbewahrend und umsichtig vorzugehen.

Viele Grüße,

Karen Schemken

Der Leserbrief wurde in Auszügen am 30. September 2017 in der Velberter WAZ-Ausgabe veröffentlicht.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

2 Kommentare

  1. Jürgen Leistikow

    Sehr geehrte Frau Schemken,

    am Montag dieser Woche fuhr ich von Essen-Heidhausen über die A44 nach Velbert-Langenberg.
    Zuerst dachte ich falsch auf die Autobahn abgefahren zu sein, dann erinnerte ich mich aber an Ihren Beitrag in der WAZ zur TBV-Abholzungsaktion. Ein solches Maß an Naturzerstörung hätte ich nach dem Bild in der WAZ aber nicht erwartet. Auch in Velbert-Langenberg hat vor ca. einem Jahr die ‚TBV-Landschaftspflege mit der Kettensäge‘ an einigen Orten stattgefunden. Wenn die Verantwortlichen in den TBV die Entscheidungen für solche Aktionen allein treffen dürfen, empfinde ich dieses als sehr bedenklich. Unsere Umwelt gehört uns allen und deshalb sollten zumindest die gewählten Vertreter in Velbert ein Mitspracherecht bei solchen ‚Natur-
    umbauten‘ haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jürgen Leistikow
    Spielbergsweg 35
    Velbert-Langenberg

    Antworten
    • Karen Schemken

      Sehr geehrter Herr Leistikow,

      vielen Dank für Ihren Beitrag. Leider ist für die massiven Abholzungen und Zerstörungen entlang der Hauptverkehrsadern in Velbert nicht die TBV, sondern Straßen NRW zuständig. Somit haben wir überhaupt keine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen. Wann wo welche Bäume gefällt werden, erfahren wir immer erst, wenn es zu spät ist. Das ist sehr frustrierend.

      Freundliche Grüße,

      Karen Schemken

      Antworten