Getroffene Hunde bellen: Die große Abwahl-Farce um Velberts Dezernenten Holger Richter

Fiasko um Wochenmarkt (Foto: Feist-Lorenz)

(Foto: Feist-Lorenz)

Klar, dass sich CDU,  SPD und Teile von Velbert anders lauthals beschweren über die Weigerung der anderen Parteien, an einer vorher abgesprochenen Wahl teilzunehmen. Schließlich gilt es, den eigenen Ruf zu wahren.

Der geneigte Leser sollte wissen, dass es eben nicht üblich ist, einen Dezernenten geheim zu wählen. So wurden etwa am 15.10.2013 die Dezernenten Dirk Lukrafka als auch am 09.12.2014 Ansgar Bensch vom Rat öffentlich gewählt. Nicht aber Holger Richter, welcher doch stets zu vollen Zufriedenheit der großen Koalition sein Amt ausgeübt hat!

Mit dem Instrument „geheime Wahl“ kann man schön der Opposition den Ausgang zuschreiben, und muss nicht offen zeigen, dass man den eigenen Mann abgewählt hat. Unsere Weigerung, an so einer Wahl teilzunehmen, war unsere einzige Chance, dies nicht zu unterstützen.

Aber warum will man jemanden abwählen, den alle nur loben? Dass der Betroffene über eine Abwahl nicht über die Maßen traurig wäre, wurde im Vorfeld unter den Entscheidungsträgern schon kommuniziert. Wie passend, dass man somit endlich jemand anderen in das Amt des Dezernenten befördern kann, dem das mit der Wahl 2014 schon versprochen wurde. Um nicht wieder eine (noch) kostspielige dritte Dezernentenstelle schaffen zu müssen, bietet es sich an, den bisherigen Dezernenten mit einem weichen finanziellen Kissen vorzeitig in den Ruhestand zu schicken.

Was uns wirklich erzürnt: In Wirklichkeit ging und geht es nie um die Frage, ob wir Dezernenten in Velbert brauchen oder nicht, sondern nur, welche der großen Parteien einen aus ihren Reihen an der Spitze der Verwaltung haben möchte. Was die Stadt Velbert das kostet, spielt dabei keine Rolle. DAS empfinden wir als einen Tiefpunkt der Demokratie!

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