Woeste-Entwicklung

Entgegen den Erwartungen der Anwohnerschaft rund um das Woeste-Areal
wird es keine Änderungen an der verkehrlichen Erschließung mehr geben. Mit einer etwaigen
Entlastung über die sog. Osttangente wird auf Jahrzehnte nicht zu rechnen sein, so Dezernent Wendenburg im
Bezirksausschuss am 06.11.12.

Trotzdem halten die Mehrheitsfraktionen im Rat an dem Projekt „E-Center“
fest.
Vollkommen ausgeblendet werden die fachlichen Stellungnahmen u. a. vom
Kreisgesundheitsamt bzgl. der jetzt schon hohen Lärmbelastungen rund um die Schmalenhofer Str. und
auch der Stellungnahme des Rheinischen Einzelhandelsverbandes wird keine
Beachtung geschenkt.
Der Einzelhandelsverband weist nachdrücklich auf die entstehende
Überversorgung und deren negative Sogwirkungen auf Tönisheide, Neviges und Langenberg hin.

Die Verwaltung spielt die Gefahr von weiteren 5.000 qm Einzelhandelsfläche zu den schon
bestehenden 7.000 qm konsequent herunter. „Kaufkraftabflüsse aus den schon von Trading-Down-Effekten betroffenen
Stadtteilen Langenberg und Neviges werden schlechterdings negiert“, so Esther Knaschat,
Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Aber auch den gesundheitlichen Folgen von Lärm, wie vom Kreisgesundheitsamt angemahnt, wird wohl keine
Rechnung getragen. Ein aktiver Lärmschutz für die betroffenen AnwohnerInnen rückt in weite Ferne.
Hier, wie auch im Falle des Marktzentrums, werden die gesundheitlichen Gefahren durch die ständige Erhöhung der Lärmbelastung bewusst heruntergespielt.

Vertan ist auch die Chance der Revitalisierung einer Gewerbebrache. Andererseits ist die Ratsmehrheit aber bereit, zu Erschließung neuer Gewerbegebiete weitere landwirtschaftliche Flächen in Anspruch zu nehmen.
So setzt sich der Flächenfraß trotz immer geringerer Einwohnerzahl weiter fort.

Thomas Auer, 26.11.12

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